Verschwiegenheit beginnt nicht mit dem Mandat. Sie beginnt mit Ihrer ersten Nachricht.
Wer uns kontaktiert, steht oft an einem unangenehmen Punkt: Eine Prüfung läuft, ein Bescheid liegt auf dem Tisch, ein Lieferant ist verschwunden — oder es ist „nur" ein ungutes Gefühl bei einer Geschäftsbeziehung. Für alle diese Lagen gilt dasselbe Prinzip: Der erste Schritt ist niederschwellig, vertraulich und verpflichtet Sie zu nichts. Drei Wege stehen offen. Sie wählen, wie viel Sie preisgeben.
Weg 1: Die Akutlinie — Telefon mit Rückruf-Versprechen
Akutfall? Heute noch Rückruf. Bei Durchsuchung, Nachschau, Arrest oder einer laufenden Maßnahme zählt nicht das Formular, sondern das Telefon: 06204 9721 0. Werktags erhalten Sie binnen 24 Stunden einen Rückruf eines Berufsträgers — in akuten Lagen schneller, soweit irgend möglich noch am selben Tag.
Am Telefon klären wir zuerst die Lage, nicht die Schuldfrage: Was läuft gerade? Welche Fristen drohen? Was sollten Sie in den nächsten Stunden tun — und was besser lassen? Was in den ersten 72 Stunden nach einer Durchsuchung zählt, haben wir auf der Seite Akutfall zusammengefasst.
Weg 2: Das vertrauliche Formular
Für alle nicht akuten Anliegen ist das Formular der strukturierte Weg. Es fragt nur ab, was wir für eine erste Einordnung brauchen:
- Name — optional, wenn Sie die anonyme Fallskizze wählen (Weg 3)
- Firma — optional
- E-Mail oder Telefon — eines von beiden genügt; wir brauchen einen Antwortkanal
- Ihre Rolle — Geschäftsführung, CFO, Leitung Steuern/Compliance oder Berater
- Ihr Anliegen — Auswahl: Vorsorge · Prüfung läuft · Durchsuchung · Arrest / Einziehung / Vermögenssicherung · Bescheid erhalten · EPPO-Maßnahme (Europäische Staatsanwaltschaft) · Sonstiges
- Freitext — optional; schildern Sie so viel oder so wenig, wie Sie möchten
- Upload — optional, max. 10 MB (z.B. Bescheid, Prüfungsanordnung, Anhörungsschreiben)
- Datenschutz-Bestätigung (DSGVO)
Unser Versprechen: Rückmeldung binnen 24 Stunden werktags — mit einer ersten Einordnung und einem konkreten Vorschlag für den nächsten Schritt. Kein automatisierter Reflex, keine Weitergabe an Dritte.
Weg 3: Die anonyme Fallskizze
Manche Anfragen sind heikel — weil ein Verfahren droht, weil interne Abstimmungen noch fehlen oder weil Sie schlicht erst wissen wollen, mit wem Sie sprechen. Dafür gibt es die anonyme Fallskizze: dasselbe Formular, aber ohne Pflicht zur Identifikation. Sie schildern den Fall abstrakt — Branche, Konstellation, Verfahrensstand — und nennen nur einen neutralen Antwortkanal, etwa eine eigens eingerichtete E-Mail-Adresse.
Warum ist das zulässig? Eine erste, abstrakte Einschätzung ist noch kein Mandat. Berufsrechtlich spricht nichts dagegen, eine anonymisiert geschilderte Konstellation allgemein einzuordnen; eine Identifizierung wird erst erforderlich, wenn ein Mandat tatsächlich zustande kommt — dann u.a. zur Kollisionsprüfung und nach den gesetzlichen Identifizierungspflichten. Und warum ist es sinnvoll? Weil die Alternative oft das Schweigen ist. Eine anonym geschilderte Lage, zu der Sie eine ehrliche erste Einordnung erhalten, ist besser als eine Frage, die aus Sorge nie gestellt wird. Viele Mandate beginnen genau so.
Was nach dem Absenden passiert — drei Schritte
- Sichtung und Konfliktprüfung. Ihre Nachricht wird von einem Berufsträger gelesen — nicht von einem Callcenter. Vor jeder inhaltlichen Befassung prüfen wir mögliche Interessenkonflikte; bei anonymen Fallskizzen erfolgt die Einordnung abstrakt.
- Rückmeldung binnen 24 Stunden werktags. Sie erhalten eine erste Einschätzung: Wie ist die Lage einzuordnen? Welche Fristen oder Sofortmaßnahmen sind erkennbar? Welcher Weg — Erstgespräch, Quick Scan, Akutmandat — passt zu Ihrem Fall?
- Ihre Entscheidung. Erst wenn Sie es wollen, folgt ein vertrauliches Erstgespräch mit Dr. Fabian Keller — und erst danach die Frage eines Mandats. Bis dahin sind Sie zu nichts verpflichtet.
Der schnellste Weg: 15 Minuten Sprechstunde
Wer die Einordnung lieber im Gespräch sucht, nimmt die Abkürzung: die USt-Compliance-Sprechstunde — 15 Minuten, kostenfrei und unverbindlich, auf Wunsch anonym. Sie schildern. Wir ordnen ein. Sie wissen, woran Sie sind. Kein Verkaufsgespräch, keine Folgepflicht; die Verschwiegenheit gilt ab dem ersten Wort. Danach entscheiden Sie: nichts tun, selbst weiterprüfen — oder vertiefen. Den Termin vereinbaren Sie über jeden der drei Wege — der Hinweis „Sprechstunde" genügt.
Wenn Sie zuerst selbst prüfen wollen: drei kostenfreie Selbstchecks — Karussellfestigkeit Ihrer Lieferkette, Red-Flag-Erkennung, Prüfungs- und Durchsuchungsfestigkeit Ihres Unternehmens. Beides verträgt sich: Viele bringen ihr Selbstcheck-Ergebnis mit in die Sprechstunde.
Verschwiegenheit und Datensicherheit
Kurz und ohne Juristendeutsch: Rechtsanwälte sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet (§ 43a Abs. 2 BRAO) — und diese Pflicht ist strafbewehrt (§ 203 StGB). Sie gilt nicht erst ab Mandatsunterschrift, sondern erfasst bereits das, was Sie uns bei der Anbahnung anvertrauen. Dasselbe Schutzniveau gilt für die steuerberatende Tätigkeit (§ 57 Abs. 1 StBerG). Ihre Daten übertragen wir verschlüsselt, verarbeiten sie ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage (Art. 6 DSGVO) und geben sie nicht an Dritte weiter. Eine anonyme Fallskizze bleibt anonym — wir versuchen nicht, Absender zu identifizieren.
Transparenz zu den Konditionen
Keine Kostenfallen, keine Kleingedrucktes-Taktik: Die Ersteinschätzung nach Weg 1 bis 3 — also Sichtung, erste Einordnung und Vorschlag des nächsten Schritts — ist unverbindlich. Für ein vertieftes Erstgespräch und alle weiteren Leistungen gilt: ein Stundensatz, auf Wunsch Arbeitspakete, die wir budgetieren können — und immer auch Schritt für Schritt vorgehen können. Sie erfahren die Konditionen immer, bevor Kosten entstehen — schriftlich und ohne Auslegungsspielraum.
Der schwerste Schritt ist selten der teuerste: Es ist der erste. Wir haben ihn so leicht gemacht, wie es berufsrechtlich geht.
FAQ
Muss ich meinen Namen nennen?
Nein. Die anonyme Fallskizze ist ausdrücklich dafür da, eine Konstellation ohne Identifikation zu schildern. Erst wenn aus der Anfrage ein Mandat werden soll, ist eine Identifizierung erforderlich — vorher nicht.
Was kostet das Erstgespräch?
Die erste Einordnung Ihrer Anfrage (Wege 1–3) ist unverbindlich. Für das vertiefte Erstgespräch gilt: ein Stundensatz, auf Wunsch budgetierte Arbeitspakete — Schritt für Schritt. In jedem Fall erfahren Sie die Konditionen vorab und schriftlich — Kosten entstehen nie unangekündigt.
Wie schnell erhalte ich eine Antwort?
Werktags binnen 24 Stunden — per Rückruf oder auf dem von Ihnen genannten Kanal. In akuten Lagen (Durchsuchung, Arrest) behandeln wir Anfragen vorrangig; nutzen Sie dann bitte die Akutlinie 06204 9721 0.
Sind meine Daten sicher — auch wenn kein Mandat zustande kommt?
Ja. Die anwaltliche Verschwiegenheit (§ 43a Abs. 2 BRAO, § 203 StGB) schützt bereits die Anbahnung, unabhängig davon, ob ein Mandat folgt. Übertragung verschlüsselt, keine Weitergabe an Dritte, Verarbeitung nur zur Bearbeitung Ihrer Anfrage.
Können Sie auch unser Unternehmen im Ausland vertreten?
Ja — denn die Umsatzsteuer ist europäisches Recht: dieselbe Richtlinie, dieselbe EuGH-Rechtsprechung, dieselben Betrugsmuster in jedem Mitgliedstaat. Verfahren in Deutschland führen wir für in- und ausländische Unternehmen gleichermaßen — auf Wunsch durchgängig in englischer Korrespondenz, von der Ersteinschätzung bis zur Hauptverhandlung. Reicht ein Fall über die deutsche Grenze hinaus — EPPO-Maßnahmen laufen regelmäßig in mehreren Ländern zugleich —, koordinieren wir die Verteidigung mit Partnerkanzleien in den betroffenen Mitgliedstaaten: eine Strategie, eine Anlaufstelle. Ein Beispiel aus der Praxis: Für ein britisches Handelsunternehmen haben wir Ware zurückgeholt, die die Europäische Staatsanwaltschaft in Österreich beschlagnahmt hatte. Kurz: Wenn Ihr Geschäft die EU ist, ist unser Radar es auch. ## CTA-Block
Vertrauliche Ersteinschätzung absenden — Formular ausfüllen (mit oder ohne Namen), Rückmeldung binnen 24 Stunden werktags. (usc_s20_form_open / usc_s20_form_submit / anonym: usc_s20_casefile_submit)
Akutfall? 06204 9721 0 — heute noch Rückruf (werktags).
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